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Gibt es überhaupt einen Unterschied zwischen autogenem und mentalem Training? Mentales Training kann man gleichsetzen mit gedanklichem Üben, somit IST Autogenes Training nichts anderes als Mentaltraining! Im Sport, speziell im Hochleistungssport, ist diese Form des Übens längst hochprofessionell verfeinert und ein wichtiger Bestandteil eines jeden Trainingsprogrammes.

Was zeichnet erfolgreiche Sportler wie Medaillengewinner bei Olympischen Spielen oder Weltmeister aus, welche psychischen Fähigkeiten besitzen sie neben den sportlichen?
Auf diese Frage suchten die bekannten amerikanischen Sportpsychologen Kay Porter und Judy Foster bei den Olympischen Spielen 1984 eine Antwort zu finden und erkannten dabei folgendes: Von besonderer Bedeutung sind der Glaube des Sportlers an sich selbst und an die eigenen physischen Fähigkeiten, die uneingeschränkte Konzentration während des Wettbewerbs, die bildhafte und gedankliche Vorstellung der sportlichen Darbietung tage- und wochenlang vor dem Ereignis, die Analyse aller Niederlagen mit dem Ziel der Leistungsverbesserung und schliesslich die Fähigkeit, sich von Niederlagen geistig leicht zu lösen und neuen Herausforderungen mit Freude entgegenzusehen.

Spitzensportler haben gelernt, die Macht ihres Unterbewusstseins positiv für sich zu nutzen und wissen ihre Mentalkräfte für ihren Erfolg einzusetzen. Warum sollte man die Erkenntnisse des Sports nicht auch auf andere Lebensbereiche übertragen? Warum sollte man ein gewünschtes Ziel nicht auch gedanklich durchgehen, dadurch schwierige Hürden überwinden, Verkrampfungen abbauen, sowie mehr Sicherheit gewinnen? Denn auch wenn wir nicht nach solchen Höchstleistungen streben, können wir das Unterbewusstsein für unseren persönlichen Erfolg nutzen.

Nachdem das Autogene Training der Grundstufe hauptsächlich der körperlichen Entspannung dient, geht die Aufbau- und Oberstufe noch viel weiter. Aufbauend auf die körperliche Entspannung werden gezielt mit Visualisierungstechniken gearbeitet, mit Zielerreichungs – und Problemlösungs-Übungen. Im entspannten Zustand werden Möglichkeiten eingesetzt, die Intuition zu fördern und weiterzuentwickeln, persönliche Zielsetzungen werden im Unterbewusstsein fest verankert und können sich so voll entfalten.

Die Macht des Unterbewusstseins

Weil unser Unterbewusstsein sehr viel mehr aufnimmt, als wir bewusst zu registrieren vermögen, kann es uns in entscheidenden Momenten den Weg weisen. Hin und wieder spüren wir auch bei einer anstehenden Entscheidung worauf wir uns festlegen müssen, ohne es verstandesmässig erklären zu können. Oder wir spüren instinktiv eine drohende Gefahr. Manchmal kommen aber auch ganz plötzlich in uns Gefühlsempfindungen auf, und wir müssen ohne ersichtlichen Grund weinen oder lachen. Oder wir fühlen uns scheinbar grundlos zu einer fremden Person sehr hingezogen, die wir kaum kennen. In all diesen Situationen übernimmt unser Unterbewusstsein für kurze Momente die Führung.

Unser Unterbewusstsein hat sehr viel Macht und Einfluss auf uns und unser Leben. Wenn wir lernen, diesen Einfluss mehr und mehr für unsere Zielsetzungen zu nutzen, können wir in unserem Unterbewusstsein wertvolle Hilfe und Unterstützung finden.

Das Unterbewusstsein hat zum Beispiel Einfluss auf folgende Bereiche des Lebens:

  • auf unsere Verhaltensweisen und Reaktionen
  • auf unsere Einstellungen und Überzeugungen
  • auf unsere Wahrnehmung
  • auf die Bedeutung, die wir den Dingen geben, die geschehen
  • auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden
  • auf unsere Leistungsfähigkeit und auch auf persönliche Erfolge

So lässt uns denn unser Unterbewusstsein bestimmte Dinge sagen, die wir möglicherweise, mit ein bisschen mehr Überlegung so nicht gesagt hätten. Oder es sorgt dafür, dass wir eine bestimmte Entscheidung treffen, die wir vom Kopf her überhaupt nicht erklären können. Auch lässt es uns manchmal zu einem bestimmten Buch greifen, in dem wir eine für uns wichtige Botschaft finden. Oder es versucht uns durch Unwohlsein, Erkrankungen oder ähnlichem von etwas abzubringen, z.B. einem gesetzten Ziel oder von zuviel Arbeit.

Die Erkenntnis darüber, wie gross der Einfluss unseres Unterbewusstseins auf unsere Handlungen und Aktivitäten ist, wirkt  nur so lange beunruhigend, wie wir es als etwas Dunkles und Bedrohliches empfinden, dem wir machtlos ausgeliefert sind. Wenn wir aber erkennen, dass wir unsere unbewussten Handlungen und Einstellungen zu unserem Vorteil nutzen können, gewinnen wir einen wirklich starken Verbündeten für alles was wir erreichen wollen.

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